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Aktivitäten und Ansätze Betriebliches Gesundheitsmanagement:
- Integration im Betrieb EDAG und Förderung Mensch (MIA)

- Praxisbeispiel (3. Treffen des IHK-Arbeitskreises “Gesundheit als Wert der Region”)

Übersicht allgemeine Gesundheitssituation Betrieb & Mensch (MIA)/ Abgleich Erkrankungsbilder, Situation und Kennzahlen mit Betrieben & Krankenkassen (Hinweise aus der aktuellen Personalsituation, Hinweise von HR):
I. Anstieg von Migräne- und Kopfschmerzen durch Arbeitsbelastungen (Augen/ Bildschirm)
II. Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule und Muskulatur durch monotone Arbeitshaltung
III. Verschlechterung der Konzentrationsfähigkeit, chronische Müdigkeit durch Dauerstress
IV. Anstieg Tinnitus durch Überlastung, permanente Alltagshektik und geringe Regenerationsphasen
V. Anstieg von psychischen Krankheiten, Depression bis Burnout, negativer Dauerstress „Disstress“
Auswirkungen: Müdigkeit, Reizbarkeit, Pessimismus und ansteigende Krankheitsanfälligkeit. Bedrückende Stressoren im „Disstress“ entstehen bei permanenter Tageshektik, bei permanent neuen Veränderungen, bei Überforderung oder Unzufriedenheit.

Für das EDAG BGM-Konzept und den Fokus „Work-Life-Health-Balance“ ergaben sich am 6.8.2009 fünf Themenschwerpunkte in Abstimmung mit dem Führungskreis:
■ Entspannungstechniken
■ Bildungsangebote
■ Gesundheitsberatung
■ Ernährung
■ Sport und Bewegung.

Rahmen zur Umsetzung:
In der EDAG sollen vorhandene Organisationsstrukturen eingebunden und genutzt werden. Der größte Teil der Kosten wird durch externe Träger (KK) und Förderprogramme (BGF) getragen. Mitarbeiter/innen übernehmen gewisse Beiträge z. B. persönliche Freizeit, geringe Teilkosten. Die Freigaben von Konzeptvorschlägen für 2010 erfolgt gemeinsam in der GF.

Übersicht der Aktivitäten:
Das Team für Gesundheitsmanagement prüfte von Oktober bis Dezember mit zwei Krankenkassen (TKK, Barmer KK) verschiedene Angebote und Konzepte. Ein erster Unternehmensreport Gesundheit „Arbeitsunfähigkeitsdaten 2008“ wurde erstellt. Zweiergruppen erarbeiteten konkrete Umsetzungsbeispiele.

Umsetzungsbeispiele:
Entspannungstechniken:
■ Tests und Installation von Entspannungssystemen (für EDAG Standorte)
■ Autogenes Training oder progr. Muskel-Entspannung (KK-Kurse geplant)
Bildungsangebote:
■ Work-Life-Health-Management (2 Seminartermine werden über PE angeboten)
■ Workshop & Trainingsvorbereitung „Fit für GWV Challenge Fulda“ (Pro Vita)
■ Workshop Führungsaktiv in 4 Modulen (über die PE gemeinsam mit Barmer)
Gesundheitsberatung:
■ Ernährung am Arbeitsplatz: Workshop innerhalb eines Gesundheitstags
■ Workshops mit Gesundheitstag inklusive Praxisteil (mit KK oder Pro Vita)
Ernährung/Gesundheit:
■ Gesundes Frühstück und Mittagessen in der Kantine (Catering)
■ Obstwoche und Saftwoche (Catering)
■ Vorträge: Gesundheitsberatung, Ernährungsberatung (Expertenvorträge PE)
Sport/Bewegung:
■ EDAG organisiert Sport-Events in 2010 (bereits über Betriebsrat)
■ Betreuung & Trainingsvorbereitung „Fit für GWV Challenge Fulda“ (Pro Vita)
■ Fitness-Studios (EDAG Konditionsverträge)

Aus diesen Themensammlungen wurden verschiedene Umsetzungsbeispiele bearbeitet, mit Details zum Realisierungsrahmen inklusive der Kostenbewertung u. Kostenträger.

Umsetzungspraxis „EDAG TEAM BGM & Mitarbeiter“ - Aktionen und Umsetzungsbeispiele 2009 und 2010:
u. a. Erster Regenerationstestbetrieb bei EDAG mit dem „Brainlight relax Tower Entspannungssystem“:
Dauer des Testbetriebes ca. 6-8 Wochen: Aktive Test-Begleitung HR & Betriebsarzt, Auswertung und Feedback der Wirkungen:
- Reduktion Migräne und Kopfschmerzen (Augen-/ Bildschirmarbeitsentlastung)
- Entspannung im Bereich der Wirbelsäule & Muskulatur (bei monotoner Arbeitshaltung)
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit (gegen chronische Müdigkeit & Disstress)
- Angebot für gezielte Regenerationsphasen (bei hohem Projektstress & Belastungen)

Ergebnisse des Regenerationstestbetrieb im Arbeitsumfeld: „Brainlight Entspannungssystem“:
Testfragen:
1. Bringt Ihnen die Anwendung auch Motivation für Ihre Tätigkeit bei EDAG?
2. Wie hat die Anwendung auf Ihre Muskulatur/Rückenbereiche gewirkt?
3. Wie hat die Anwendung auf Ihren Kopfbereich (Augen/Ohren) gewirkt?
4. Wie wirkt die Anwendung bei Ihnen mental (Stressabbau/Entspannung)?
5. Würden Sie die Anwendung im Arbeitsleben gerne aktiv nutzen wollen?
6. Wären Sie bereit einen kleinen Anteil pro Anwendung beizutragen (Betrag)?
7. Wie oft würden Sie es pro Wochen nutzen wollen?

Positive Veränderungen (% Anteil „sehr gut“):
Kopf/Augen 51 %, Stressabbau/Entspannung 78,1 %, Motivation durch Entspannung 84,7 %, Muskulatur/Rückenbereiche 91,9 %

Auswertung
- ca. 93 % der Belegschaft möchte aktiv Entspannungssysteme nutzen
- für ca. 85 % bringt es Motivation
- ca. 80 % würden einen Betrag zahlen
- und 70 % würden pro Woche ca. 2 x Anwendungen nutzen.

Zusammenfassung:
Die Wirkungen der brainLight-Entspannung für die Mitarbeiter sind laut einer Studie bei dem Automobilzulieferer EDAG in Fulda folgende: Positive Auswirkungen auf Muskulatur und Rückenbereiche verspürten 91,9 Prozent der AnwenderInnen, auf Kopf und Augen 51 Prozent, auf Stressabbau und Entspannung 78,1 Prozent, auf Motivation durch Entspannung 84,7 Prozent der AnwenderInnen.